Chronik

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Vor der Gründung

Seit etwa 1738 wurden von der Landesverwaltung über die Verwaltung Tiengen sogenannte Feuerschauer bestellt.

Es bestanden dann in sogenannte „Rotten“ eingeteilte Löschmannschaften, zu denen jeder taugliche Bürger eingeteilt war. Die Feuerschauer überwachten alle Häuser und Einrichtungen auf ihre Feuergefährlichkeit hin, was bei dem früher üblichen Umgang mit offenem Feuer nottat. Die „Rotten“ leisteten auch bei auswärtigen Bränden Hilfe, wozu sie durch die von den Gemeinden bestellten „Feuerläufern“ alarmiert wurden.

Im Ortsbereisungsprotokoll von 1837 ist die vor Jahren erfolgte gemeinschaftliche Anschaffung einer Feuerspritze durch die Gemeinden Bühl, Riedern am Sand und Dettighofen vermerkt mit dem Hinweis darauf, dass letztere aber Wert auf eine eigene Spritze lege.

Das Spritzenhaus wurde 1868 erweitert und, wie verschiedene Bestandslisten ausweisen, die Gerätschaften und Ausrüstung laufend ergänzt und erweitert.

Im Rathaus von Dettighofen steht die restaurierte handbetriebene Feuerspritze aus dem Jahre 1869.

Am 3. Februar 1935 gaben Schmiedemeister F. Häring und Wagnermeister A. Häring ein Angebot zur Anfertigung eines zweirädrigen Schlauchwagens ab. Sämtliche Feuerlöschgeräte wurden 1937 überprüft, die Reichsnormalkupplung der Schläuche eingeführt und der Bestand durch Neuanschaffungen ergänzt.

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte am 22. November 1942 auf Anordnung des Landratsamtes Waldshut, das alle männlichen Einwohner bis zum 60., gegebenenfalls auch 65. Lebensjahr, auf das Rathaus einbestellen ließ. Anfang 1943 wurden 28 Uniformen zur Verfügung gestellt. Um die Brandbekämpfung sicherzustellen, wurden im Juli 1943 17 Feuerwehrfrauen verpflichtet.

Bis zum Kriegsende 1945 hatte die Gemeindeverwaltung den Brandschutz folgendermaßen organisiert: Alle Männer zwischen 18 und 50 Jahren (ca. 30 bis 40 Personen) waren feuerwehrpflichtig, sie wurden zwei bis drei Mal jährlich zu einer Übung zusammengerufen. Für unentschuldigtes Fehlen wurde eine Strafe verhängt. Der Ratsschreiber verlas, auf der Rathaustreppe stehend, die Namen der Dienstpflichtigen, die dann zum Übungseinsatz zusammentraten. Die Mannschaft war in drei Abteilungen gegliedert, es gab die mit 5-6m langen Einreißhaken bewehrte Gruppe, die Spritzmannschaft und den Absperrdienst. Dieser zweiten Gruppe stand eine von Hand zu bedienende, fahrbare Pumpe zur Verfügung. Neben der aktiven Einsatzgruppe bestand noch eine Altersabteilung.

Das Bisherige System wurde von der französischen Besatzungsmacht verboten. Im Oktober 1945 wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, die einschließlich dem Kommandanten aus 10 Mann bestand. Kommandant war Alois Dietz.

1946 konnte noch für Reichsmark eine auf einem Anhänger aus Wehrmachtsbeständen montierte TS 6 angeschafft werden. Der Wagen war mit Schläuchen und Strahlrohren versehen, musste aber noch von Hand gezogen werden.

1949 wurde im Schwarzbach eine Staufalle zur Speicherung von Löschwasser eingebaut.

Die Herbstabschlussprobe im Oktober 1950 ergab kein befriedigendes Ergebnis. Infolgedessen wurde der Wehrführer Alois Dietz abgelöst. Dies hatte am 1. November 1950 den Rücktritt der gesamten Wehr zur Folge. Daher wurde auf den 16. März 1951 eine Versammlung „zum Zweck der Neugründung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr“ auf das Rathaus einberufen. 21 Männer aus Dettighofen und 7 aus Eichberg fanden sich im Anschluss daran unter Kommandant Berthold Hauser zur neuen Freiwilligen Feuerwehr zusammen.

1954 konnte ein neuer Anhänger, geeignet für einen Traktor und ein verbesserter Ersatz für die TS 6 von 1946, angeschafft werden.

Im März 1973 fand die Inbetriebnahme eines neuen Löschfahrzeuges (TSF) statt.

Gründung der Gemeindefeuerwehr

Ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Feuerwehr bedeutete die Gründung der gemeinsamen Wehr der Gesamtgemeinde Dettighofen am 18. Mai 1974. Je ein Löschfahrzeug (2 TSF und 1 LF) in den drei Ortsteilen stand für den Notfall zur Verfügung. Schwierigkeiten entstanden durch beruflich bedingte Abwesenheit der Wehrmänner, Wasserknappheit im Sommer und zunehmende Belastungen durch den Einsatz bei Verkehrsunfällen.

Ab 2003 wurde das Thema eines neuen Gerätehauses überdacht, da die bisherigen Gerätehäuser stark sanierungsbedürftig waren und nicht über Sozial- und Schulungsräume verfügten. Am 20.11.2006 fand dann der Spatenstich in Dettighofen, Berwanger Straße 7 statt, vom 26. bis 28.10.2007 wurde das neue Gerätehaus eingeweiht.

Mit der Anschaffung des LF 10/6 2011 brachten wir uns wieder auf den neuesten Stand der Technik.

Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Dettighofen:

Alois Dietz †1946 – 1951 
Berthold Hauser †1951 – 1974 
Erich Frei †1974 – 1989Ehrenkommandant
Otto Bernhard1989 – 2004 
Artur Tröscher †2004 – 2013 
Patrick Hartmann2013 – 2017 
Peter Koch2017 – 2018 
Felix Waßmerseit 2018